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E-Ink-Wandkalender Calou synct mit Google und iCloud

Ein Hamburger Startup hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten wirklich intelligenten Wandkalender entwickelt und sammelt für die Produktion derzeit Crowdfunding-Geld ein. Die laufende Indiegogo-Kamapgne wird zwar krachend scheitern, das liegt aber nicht am Konzept.

Beim "Calou" (sprich: Kalu) getauften Accessoire handelt es sich um ein berührungsempfindliches 9,7″ E-Ink-Pearl-Display (1200x825px), das von einem großzügigen Rahmen aus Stahl und Holz eingefasst ist. Gesamtgewicht: runde zwei Kilogramm.

Kabellos und voll vernetzt

Bildschirmfoto 2015-04-08 um 12.07.16Das Gerät wird mit vier handelsüblichen Batterien angetrieben und kommt damit – anders als die wesentlich stromhungrigeren LCD-Bilderrahmen – ohne Netzkabel aus. Als Betriebssystem kommt Android-4.4 zum Einsatz, auf dem die selbstentwickelte Kalender-App aufgespielt ist. Zusätzlich gibt es aber auch Zugriff auf Google Play, so dass etwa über den integrierten Lautsprecher Musik gehört werden kann.

Der Kalender synchronisiert sich über WLAN mit verknüpften Google-Calendar- und Apple-iCloud-Accounts, wobei die Anzeige und Verwaltung mehrerer Kalender (etwa von Familienmitgliedern oder beruflich/privat) in verschiedenen Spalten möglich ist. Der Rahmen des Kalender kann außerdem über Magneten zur Anbringung analoger Informationen genutzt werden.

Ambitioniertes Funding-Ziel

Ende März starteten die beiden Hamburger Gründer hinter Calou eine Crowdfunding-Kampagne für das Projekt auf Indigogo, allerdings mit einem äußerst sportlichen Funding-Ziel. Der E-Ink-Wandkalender geht demnach erst in Serienproduktion, wenn innerhalb von 30 Tagen 1,4 Millionen Euro zusammenkommen. Zum Vergleich: Die farbige Smartwatch Pebble Time startete im Februar dieses Jahres bei Kickstarter mit dem Funding-Ziel von 500.000 US-Dollar (am Ende wurden mehr als 20 Millionen US-Dollar eingesammelt).

Nach zehn von 30 Tagen sind gerade einmal 10.000 Euro für Calou zusammen gekommen, also weniger als ein Prozent der benötigten Summe. Schaut man auf die Reaktionen auf Indiegogo und im Social Web, krankt die Kampagne vor allem an den ausgerufenen Verkaufspreisen. Die Early-Bird-Pakete, in denen der Wandkalender für 99 Euro beziehungsweise 190 Euro abgegeben wurden, waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. 286 Euro, der aktuell ausgerufene Preis, ist vielen Interessierten dann aber doch zu hoch.

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Calou-Gründer Hannes Dziggel erklärte im Gespräch mit lesen.net zur Höhe des Funding-Ziels, eine Produktion von 5.000 Kalendern sei mindestens erforderlich, um einen Gerätepreis von unter 300 Euro zu erreichen. Abhängig vom weiteren Verlauf der Kampagne entscheide man über die Zukunft des Projektes, das bislang rein privat finanziert ist.

Großer Hersteller müsste übernehmen

Die Reaktionen im Netz zeigen: Das Interesse an einem vernetzten E-Ink-Wandkalender ist da. Die Zahlungsbereitschaft harmoniert aber zumindest bei kleineren Projekten nicht mit den Investitionskosten. Vielleicht wird ein solches Gerät ja mal von einem der großen eBook-Reader-Anbieter in Angriff genommen, die über Synergieeffekte und Abnahmemengen wirklich attraktive Preise realisieren könnten.

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Kommentare


Calou Want to be Your Connected E-ink Wall Calendar http://the-digital-reader.com/wp-admin/admin.php?page=wpseo_titles&settings-updated=true#top#taxonomies| Ink, Bits, & Pixels 8. April 2015 um 16:04

[…] lesen.net […]

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