Skip to main content

Flexible OLED-Panels machen Handgelenk zur Lese-Fläche

Nach einigen Brückenjahren kommt jetzt wieder Bewegung in den Mobile-Bereich, vor allem Smartphones und Tablets verschmelzen immer mehr zu einer neuen Produktklasse. Möglich machen das hochflexible Panels, von denen auch Digital-Leser profitieren.

Längst haben immer großformatigere Smartphones die Tablet-Verkaufszahlen einbrechen lassen und überschwängliche Absatzprognosen hinfällig gemacht. Doch das Wachstum in Bezug auf die Bildschirmdiagonale ist endlich: Die 5,5″ beziehungsweise 5,7″ der beiden Top-"Phablets" iPhone 6S Plus und Samsung Galaxy Note 5 sind das Maximum dessen, was Herstellern wie Kundschaft als Telefonie-Gerät sinnvoll erscheint. Und schon dieser Formfaktor findet nicht mehr in Hosentaschen Platz.

Aus 5″ wird 8″

Der koreanische Samsung-Konzern, nicht zuletzt der weltgrößte Hersteller von OLED-Panels, arbeitet offenbar intensiv an einem Ausweg aus dem Portabilitäts-Dilemma. Wie das Fachblatt Bloomberg vergangene Woche unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, sollen schon Anfang 2017 neue Samsung-Smartphones mit gleich zwei neuartigen Bildschirmtechnologien vorgestellt werden.

Eines der Geräte soll einen faltbaren Bildschirm haben, die Anzeigefläche wächst ausgefaltet von 5″ auf 8″. Das andere Smartphone soll in der Mitte zusammengeklappt werden können. In beiden Fällen soll die Flexiblität der Displays die Portablität der Endgeräte deutlich erhöhen.

Auch Lenovo ist nicht untätig. Das chinesische Unternehmen stellte auf seiner Hausmesse ebenfalls die Prototypen flexible Geräte aus, wie das E-Reading-Blog Teleread vermeldet. Besonderes Augenmerk verdient hier ein Smartphone im Candybar-Design, das um das Handgelenk gebogen und somit auch als Activity Tracker genutzt werden kann (im Video).

Das Handgelenk als Lesefläche

Was hat all das mit E-Reading zu tun? Schon heute wird weitaus mehr auf mobilen LCDs gelesen als auf dedizierten Lesegeräten, an denen vergleichsweise wenige Viel-Leser ihre Freude haben. Wer farbige oder sogar multimediale Inhalte schmökern möchte, wird das auch auf absehbare Zeit nicht mit reinen eBook Readern machen können: Die E-Ink-Corporation präsentierte zwar unlängst mehrfarbige Panel, sieht diese aber eher in großformatigen Info-Displays als in Lesegeräten.

Extrem flexible Displays sind gleich in zweifacher Hinsicht für Digital-Leser interessant. Zunächst einmal bedeutet mehr Bildschirmplatz gemeinhin ein komfortableres Lese-Erlebnis. Und durch die Umformung des Smartphones zu einem Armband kann auch das Handgelenk zur Lesefläche werden, und zwar – anders als bei Smartwatches mit ihren Winz-Panels – längst nicht nur für Speed-Reading-Apps.

Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*