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Hörbücher: Audible entwickelt eigene Podcasts und Show-Formate

Schon heute ist die Amazon-Tochter Audible die klare Nummer 1 für Hörbücher und Hörspiele, in den USA wie in Deutschland. Darauf ruht man sich aber nicht aus: Analog zu eBooks und Filmen wird auch bei Vertonungen derzeit viel Geld in eigene Formate investiert. Mittelfristig könnten die Preise steigen.

Seit Monaten bemüht sich Audible um die Mitarbeit bekannter Comedians sowie um renommierte Podcast- und Radio-Produzenten, berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Schon in Arbeit ist etwa das serielle Comedy-Format “Bedtime Stories”, eine Show, in der bekannte Märchen humoristisch umgestaltet werden.

Eigene Produktionen plus Lizensierungen

Bloomberg zitiert einen Branchen-Experten, nach dem Audible sowohl eigene Podcasts und Shows produziert als auch bekannte Podcaster unter Vertrag nimmt. Während Podcasts hierzulande ein Nischendasein fristen (das neue Podcastlabel Viertausendhertz – Werbepartner: Audible – will das gerade ändern), sind die Vertonungen in den USA schon bei einem breiteren Publikum recht beliebt.

Bereits jetzt sind ein großer Pluspunkt von Audible die zahlreichen ungekürzten Lesungen, die es digital nur bei der Amazon-Tochter gibt. Mit eigenen Produktionen analog zu eBooks (Amazon Publishing / Amazon Crossing) und Filmen (Amazon Studios) macht sich Audible unabhängiger von Verlagen beziehungsweise kann noch mehr die Konditionen diktieren. Bloomberg weist außerdem darauf hin, originäre Formate könnten gut zur Bewerbung des eigentlichen Abo-Modells genutzt werden.

Mit (halber) Flatrate wohl höherer Preis

In den USA kostet Audible 14,95 US-Dollar monatlich, wie in Deutschland ist zu diesem Preis ein Hörbuch nach Wahl inklusive. Bei uns sind für Audible nach einem kostenlosen Probemonat (Prime-Mitglieder bekommen sogar drei Monate geschenkt) hingegen derzeit nur 9,95 Euro zu bezahlen. Angesichts der Dominanz von Audible in Deutschland und bei einem weiter verbesserten Angebot, das mit originären Formaten dann vielleicht tatsächlich zu einer halben (oder wie geplant vollwertigen) Flatrate wird, dürfte sich dieser Preis auf kurz oder lang wohl mindestens um 50 Prozent nach oben bewegen.

<Bildnachweis: Podcast-Symbol von Shutterstock>

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Kommentare


Audible: Entwicklung eigener Podcasts und Shows | AUTHORS CHOICE 9. Februar 2016 um 16:40

[…] lesen.net, bloomberg.com, computerbild.de […]

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