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Huawei bietet E-Ink-Case für eigenes Flaggschiff-Smartphone P8

Der aufstrebende chinesische Elektronikkonzern Huawei betritt mit seinem P8 Neuland. Für das gerade vorgestellte neue Premium-Modell Huawei P8 gibt es optional ein externes E-Ink-Display, das vom Hersteller selbst forciert wurde. Das könnte der Kategorie enormen Auftrieb geben und für Nachahmer sorgen.

Eigener E-Ink-Case für Premium-Smartphone

An diesem Mittwoch stellte Huawei in London gleich zwei neue Smartphones vor, die sich vor allem in der Größe unterscheiden. Das Huawei P8 hat ein 5,2-Zoll-Display (Full HD/444ppi), das Huawei P8 Max überragt mit seinem 6,8-Zoll-Display konventionelle eBook Reader und sogar einige Mini-Tablets und ist eher für Hand- als Jackentasche gedacht. Vorinstalliert ist Android 5, Highlights sind neben dem hochauflösenden Display und Metallgehäuse eine besonders leistungsstarke Kamera.

Das Huawei P8 wird in Deutschland im Mai in den Handel kommen und ab 500 Euro kosten (mit 32 Gbyte Speicherplatz). Als besonderes Zubehör bietet Huawei ein passgenaues E-Ink-Display (4,3″ Bildschirmdiagonale), das auf die Rückseite des 5,2-Zoll-Modell geschnallt werden kann.
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Das E-Ink-Cover war Huawei sogar einen eigenen Punkt in der Pressemitteilung zum Gerät wert – der chinesische Konzern hebt hervor, mit dem metallischen Cover könne „innerhalb von Sekunden in ein eBook gewechselt werden. Bei der Vorstellung des Gerätes wurde die permanente Anzeige von relevanten Informationen – Uhrzeit, neue Nachrichten, Breaking News und dergleichen – als weiterer Nutzungszweck unterstrichen.

Laut Ink, Bits, & Pixels zeichnet sich für die Herstellung Oaxis verantwortlich, das Unternehmen hinter dem erfolgreich crowdfundeten Bluetooth-E-Ink-Cover InkCase Plus. Tatsächlich zeigte Huawei bei der P8-Vorstellung auch einen InkCase auf der Rückseite seines neuen Smartphone.

Huawei im Blick von Samsung und Apple

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Huawei ist nicht irgendwer. In den letzten Jahren konnte der chinesische Konzern – Jahresumsatz: 40 Milliarden US-Dollar – beständig Marktanteil im Smartphonebereich hinzugewinnen und steht derzeit weltweit auf Platz vier knapp hinter Lenovo (Grafik von IDC). Wenn das Unternehmen ein Accessoire so prominent in Szene setzt, wird das auch von Samsung und Apple sehr genau beäugt und bei Erfolg mit Sicherheit zügig adaptiert. Beide Konzerne haben schon jetzt vielfältige eigene Cases im Programm (Apple, Samsung), der Weg zu einem offiziellen und entsprechend gut unterstützten „iPhone 6 E-Ink-Cover“ wäre nicht weit.

Anders als Dual-Screen-Smartphones wie das Yotaphone 2, die auf absehbare Zeit Spezialprodukte für eine eng umrissene Zielgruppe bleiben, könnten auf diesem Weg E-Ink-Displays Einzug in Millionen Hosentaschen finden. Ob sie dann tatächlich zum Lesen von eBooks genutzt werden oder eher für Status-Informationen, steht auf einem anderen Blatt.

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Kommentare


Popslate 2: Extra E-Ink-Bildschirm fürs iPhone » lesen.net 3. März 2016 um 12:24

[…] Ob das preiswert ist, liegt im Auge des Betrachters. Konventionelle Hüllen sind deutlich günstiger, und auch dedizierte Lesegeräte gibt es für kleineres Geld (Kindle: 70 Euro). Wer Status-Informationen, Kurznachrichten oder eben auch Textinhalte auf seinem iPhone lieber auf elektronischem Papier angezeigt bekommen will, erhält hingegen – zumindest auf dem Papier – viel Nutzwert für sein Geld. Und wer weiß, vielleicht denkt bei einem durchschlagenden Erfolg auch Apple selbst darüber nach, ein E-Ink-Cover ins eigene Programm zu nehmen, wie das bereits Konkurrent Huawei für sein Flaggschiff-Smartphone gemacht hat. […]

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