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iPhone 6 Klon mit zusätzlichem E-Ink-Bildschirm

Das Yotaphone 2 bekommt Konkurrenz aus Fernost. Gleich zwei chinesische Hersteller stellen unlängst Android-Smartphones vor, die zusätzlich zum LCD-Panel ein rückseitiges E-Ink-Display haben. Eines davon sieht dem iPhone 6 zum Verwechseln ähnlich. Die Geräte sind ähnlich leistungsstark wie das Yotaphone 2 – und wesentlich günstiger.

Yotaphone 2

Yotaphone 2

Für 699 Euro in den Handel gekommen, war das Yotaphone 2 von Anfang an ein „Liebhabergerät“. Abgesehen vom 4,7″ E-Ink-Panel entspricht die Hardware des Smartphone aus russischer Produktion der oberen Mittelklasse, zum anfänglichen Verkaufspreis gibt es aber schon iPhones und High-End-Android-Geräte. Unlängst sank der Preis zwar auf 599 Euro, auch dafür wird das Gerät aber mit Sicherheit keine größere Verbreitung finden.

Huateng Flag D1: Dual-Screen-Smartphone im iPhone-Look

Bei zwei Geräten von chinesischen Herstellern aus der zweiten Reihe dürfte das anders ausssehen. Das Huateng Flag D1 (Produktseite), das Notebookitalia gerade erst auf einer Messe in Hong Kong entdeckte und abfilmte, hat ebenso wie das Yotaphone 2 einen 5″ Full-HD-Bildschirm sowie ein 4,7″ E-Ink-Panel, das 960x540px auflöst. Das entspricht 234ppi – im Vergleich zu dedizierten Lesegeräten liegt das Panel zwischen Kindle Paperwhite 2 sowie Tolino Vision 2 (212ppi) und Kindle Voyage und Kobo Glo HD (300ppi). Ihm fehlt aber natürlich die Beleuchtung.

Als Betriebssystem kommt Android 5.0 zum Einsatz, ein auf 1,7 GHz getakteter Acht-Kern-Prozessor soll im Verbund mit 2 Gbyte RAM für eine ausreichende Arbeitsgeschwindigkeit sorgen. Ungewöhnlich: Das Flag D2 hat nicht nur zwei Bildschirme, sondern auch zwei SIM-Karten-Slots. Notebook Italia sowie das Fachblog Ink, Bits, & Pixels bezeichnen das Gerät als iPhone Klon, tatsächlich sind die optischen Anleihen unverkennbar.

Siswoo R9 vs. Yotaphone 2: Bessere Ausstattung plus günstigerer Preis

Ein Erscheinungsdatum und einen Verkaufspreis für das Huateng Flag D1 gibt es leider noch nicht. Anders verhält es sich beim Siswoo R9. Das Gerät hat im Vergleich zum Flag D1 sogar noch eine etwas bessere Ausstattung (3 Gbyte RAM, 32 statt 16 Gbyte Speicherplatz), das Full-HD-LCD-Panel misst 5,5 Zoll und das E-Ink-Panel 5,0 Zoll bei ebenfalls 960×540 Bildpunkten.

Der renommierte Online Store Comebuy.com, der sich auf den Verkauf solcher China-Geräte spezialisiert hat, bietet das Siswoo R9 für 463 Euro an. Ausgeliefert wird ab dem 15. Juni. Hinzu kommen allerdings noch 11 Euro Versandkosten und vor allem 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer (knapp 90 Euro), sollte der Zoll das Paket herausgreifen.

Erfahrungsgemäß sinken die Preise deutlich, wenn sich in Deutschland ein Distributor findet. Spätestens dann haben Dual-Screen-Geräte – ebenso wie E-Ink-Cover – das Potenzial, eine größere Nutzerschaft für sich zu begeistern.

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