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Popslate 2: Extra E-Ink-Bildschirm fürs iPhone

Hüllen und Cases für die aktuellen iPhone-Modelle gibt es viele, aber wohl kein Accessoire ist so funktionsreich wie der Popslate 2. Das Case erweitert die iPhone-Rückseite um einen gebogenen E-Ink-Bildschirm nebst Touch-Buttons, worauf neben Statusinformationen auch eBooks angezeigt werden können. Die Resonanz ist enorm.

[Update 14.08.2016: Vorbestellungen im Wert von mehr 1,1 Millionen US-Dollar gingen allein bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo in diesem Frühjahr für den externen iPhone-E-Ink-Bildschirm Popslate 2 ein. In Aussicht gestellt wurde damals eine Auslieferung im Juli. Doch daraus wurde nichts.

popslate 2 e-ink caseWeil eine Produktion des Cases mit den geplanten Materialien nicht zu realisieren war, verschoben die Entwickler das Erscheinungsdatum kurzfristig auf Oktober. Zu diesem Zeitpunkt dürfte Apple allerdings schon das iPhone 7 vorgestellt haben, das Popslate 2 ist aber konzipiert für die iPhone-6-Familie und dürfte auch nur dort passen. Vor der Auslieferung wollen die Entwickler ihren Kunden darum anbieten, ihre Vorbestellung auf einen iPhone-7-Popslate umzuändern.

Vorige Woche vermeldete Popslate nun auf der Indiegogo-Kampagnenseite, ein passendes Material sei jetzt gefunden. Einer Auslieferung im Oktober stehe damit nichts mehr im Wege. Infolge der Lieferverzögerung, nachdem schon der erste Popslate lange auf sich warten ließ und dann nicht überzeugen konnte (siehe unten), verspielten die Entwickler allerdings schon jetzt viel Vertrauen bei ihrer Fangemeinde. Der Popslate 2 – auch fürs iPhone 7 – muss jetzt pünklich kommen und überzeugen, sonst dürfte vielfach der Blick auf Alternativen gehen. Vielleicht hält ja sogar Apple bei der Vorstellung seines iPhone 7 „one more thing“ bereit – immerhin hat das Unternehmen schon jetzt einen „besonderen“ Case im Sortiment, und Bildschirmanbieter E-Ink stellte vor einigen Monaten ein genau dafür konzipiertes Mini-Display vor.]

Ursprünglicher Artikel vom 03.03.2016:

Der Popslate 2 tritt in die Fußstapfen des im Frühjahr 2015 erschienenen ersten Popslate, einem bislang für 130 US-Dollar verkauften E-Ink-Rückcover für das iPhone 6. Gut gedacht, schlecht gedacht, lautet dazu allerdings das einhellige Fazit. Mit 400x240px auf 4″ beziehungsweise mageren 115ppi geriet der E-Ink-Screen körnig, die Steuerungsapp war unausgereift und die Hülle mit 6,5mm Dicke recht klobig. Die Akkukapazität war mit 240mAh war für das Smartcover ausreichend, aufgrund der Bluetooth-Verbindung zum iPhone knabberte das Popslate bei Nutzung aber empfindlich am iPhone-Akku.

Case, zweiter Bildschirm und Ladepaket in einem

Mit dem Folgemodell geloben die Entwickler nun an allen Fronten Besserung. Die Auflösung ist mit 200ppi auf 4,3″ (iPhone 6/6S) beziehungsweise 4,7″ (iPhone 6+/6S+) in etwa auf dem Niveau von Kindle Paperwhite 2 und Tolino Vision 2 und damit absolut passabel, die Hülle mit 4mm deutlich dünner. Die Verbindung zwischen Cover und iPhone erfolgt nicht mehr über Bluetooth, sondern über einen Lightning-Adapter, über den beide Geräte gleichzeitig aufgeladen können. Der Popslate 2 fungiert sogar als Akku-Pack fürs iPhone, 9 Stunden zusätzliche Laufzeit sollen drin sein.

Statt einer einzelnen mechanischen Taste hat der Popslate 2 nun gleich drei Touch-Buttons etwa zum Vor- und Zurückblättern in eBooks. Aktuell kann der Case über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo vorbestellt werden. Das eigentliche Funding-Ziel von 75.000 US-Dollar wurde bereits um mehr als das Vierfache übertroffen. Einen Popslate 2 gibt es für 69 US-Dollar + 20 US-Dollar für den Versand nach Deutschland, in Summe sind das umgerechnet gut 80 Euro. Die Auslieferung soll ab Juli erfolgen. Interessierte sollten hier im Hinterkopf haben, dass Apple vorraussichtlich nur zwei Monate später neue iPhones mit neuen Abmessungen vorstellen wird.

Nutzwert im Auge des Betrachters

Ob das preiswert ist, liegt im Auge des Betrachters. Konventionelle Hüllen sind deutlich günstiger, und auch dedizierte Lesegeräte gibt es für kleineres Geld (Kindle: 70 Euro). Wer Status-Informationen, Kurznachrichten oder eben auch Textinhalte auf seinem iPhone lieber auf elektronischem Papier angezeigt bekommen will, erhält hingegen – zumindest auf dem Papier – viel Nutzwert für sein Geld. Und wer weiß, vielleicht denkt bei einem durchschlagenden Erfolg auch Apple selbst darüber nach, ein E-Ink-Cover ins eigene Programm zu nehmen, wie das bereits Konkurrent Huawei für sein Flaggschiff-Smartphone gemacht hat.

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Kommentare


NEWS! Extra E-Ink-Bildschirm fürs iPhone | OnleiheVerbundHessen 11. September 2016 um 17:03

[…] Hüllen und Cases für die aktuellen iPhone-Modelle gibt es viele, aber wohl kein Accessoire ist so funktionsreich wie der Popslate 2. Das Case erweitert die iPhone-Rückseite um einen gebogenen E-Ink-Bildschirm nebst Touch-Buttons, worauf neben Statusinformationen auch eBooks angezeigt werden können. Weiterlesen … […]

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Popslate ist pleite – kein neues E-Ink-Display fürs iPhone » lesen.net 20. März 2017 um 12:32

[…] sammelte Popslate bei einer Crowdfunding-Kampagne auf indiegogo.com für die Entwicklung des smarten E-Ink-Bildschirms Popslate 2 für das iPhone ein. Obwohl das Funding-Ziel um ein Vielfaches überschritten wurde, ist das […]

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