Münzen verkaufen: Wertermittlung + 5 Tipps für die besten Preise Skip to main content

Münzen verkaufen: Wertermittlung + 5 Tipps für die besten Preise

Münzen verkaufen: Wertermittlung & Tipps

Wenn du deine Münzen verkaufen willst, haben wir hier die richtigen Tipps für dich. Die Nachfrage auf dem Sammlermarkt ist groß, aber es gibt vor dem Verkauf noch einiges zu beachten. Ob du einen hohen Gewinn machen kannst, ist von unterschiedlichen Einflussfaktoren abhängig. Wir verraten dir, welche Eigenschaften deine Münzen wertvoll machen und wo du sie am besten verkaufen kannst.


Numismatik: Die Welt der Münzen

Wie auch beim Briefmarkensammeln kann das Sammeln von Münzen als Wissenschaft, als Hobby und als Wertanlage gesehen werden. Die Hintergründe unterscheiden sich zwar, doch alle Sammler vereint, dass sie stetig auf der Suche nach neuen Münzen sind, die sie entweder behalten oder weiterverkaufen können. Im Folgenden findest du drei Sammelarten, die Einfluss auf den Münzmarkt haben.

Kursmünzen sammeln

Die Numismatik bezeichnet das wissenschaftliche Interesse für historische Kursmünzen, dessen Prägung von der Regierung bestimmt wurde und die als offizielles Zahlungsmittel galten. Sie sind kleine kunstvolle Relikte aus anderen Zeiten und für Forscher durchaus interessant. Das Münzwesen fand seinen Ursprung im 6. Jahrhundert vor Christus. Die ersten geprägten Münzen gab es schon um 550 vor Christus.

Gedenkmünzen sammeln

Leidenschaftliche Hobby-Sammler beschäftigen sich oft sowohl mit den genannten Kursmünzen als auch mit Gedenkmünzen, die speziell zum Sammeln angefertigt wurden. Sie werden oft in limitierter Stückzahl zu besonderen Jubiläen hergestellt und sind deshalb äußerst beliebt. Ein Beispiel ist eine Silbermünze mit dem Abbild von Darth Vader zum 40-jährigen Star-Wars-Jubiläum. Diese besonderen Produktionen lassen sich im Regelfall in Deutschland als echte Währung verwenden (zum Beispiel 10- oder 20-Euro-Münzen), ihr Erwerbspreis ist aber meistens deutlich höher, somit würden nur Verluste entstehen.

Ein Gegenbeispiel ist eine Sonderprägung der 2-Euro-Münze zum 25. Todestag von Grace Kelly. Sie wurde 2007 europaweit nur 20.001 Mal hergestellt und ist somit bei Sammlern sehr beliebt. Eine dieser Münzen wurde 2014 bei Catawiki versteigert, einem beliebten Online-Auktionshaus für Antiquitäten. Sammler waren bereit bis zu 1.600 Euro für diese besondere Münze zu bezahlen.

Anlagemünzen sammeln

Die sogenannten Anlagemünzen werden meist nur aufgrund ihres Materials gesammelt. Hier ist ein wichtiges Kriterium, aus welchem Edelmetall die Münzen hergestellt sind. Sie lassen sich natürlich auch an Sammler wiederverkaufen, doch meistens interessiert sich diese Art von Sammlern eher für die Preise, die Ankäufer ihnen bieten. Goldmünzen und Silbermünzen sind besonders wertvoll. Bei aktuellem Kurs bieten Goldankäufer für 10 Gramm Gold knapp 360 Euro (Zum Vergleich: Eine 2-Euro-Münze ist 8,5 Gramm schwer). Wenn du also einige echte Goldmünzen in einem Nachlass gefunden hast, kannst du schnell zu Geld kommen.

5 Tipps zur Beachtung, bevor du deine Münzen verkaufst

Wenn du dich selbst nicht gut auskennst und eine Münzsammlung geerbt hast, gibt es einige Dinge in Puncto Aufbewahrung und Handhabung zu befolgen. Diese Dinge sind unbedingt zu beachten, bevor du die Münzen verkaufen willst. Das Wichtigste ist, als Laie nichts selbst in die Hand zu nehmen oder seiner Intuition zu überlassen. Sammler legen Wert auf Besonderheiten, die nicht jedem sofort in den Sinn kommen würden. Aus diesem Grund haben wir eine kleine Liste für dich erstellt, damit du deine Münzen nicht aus Versehen entwertest.

Geschützter Transport der Münzen

Fasse die Münzen nicht mit bloßen Händen an. Das gibt nicht nur unschöne Fingerabdrücke auf der Münze, sondern kann auch ungewünschte chemische Reaktionen hervorrufen, die die Münze schädigen und ihren Wert erheblich sinken lassen. Zum Transportieren der Münze eignen sich weiche Stoffhandschuhe, ein Stofftuch oder eine mit Kunststoff überzogene Pinzette.

Aufbewahrung der Münzen

Viele günstig verarbeitete Alben mit Plastik-Vorrichtung können die Münzen grün anlaufen lassen oder Oberflächenschäden hervorrufen. Teurere Alben von guten Marken oder die folgenden Alternativen eignen sich besser zur Aufbewahrung: Münzkoffer, Münzetuis oder Münzkassetten sind in der Regel schonender als Alben. Schau dir das Album genau an und recherchiere falls notwendig, ob es eine gute Qualität hat. Wenn du eine Münzsammlung in einem billig verarbeiteten Album findest, besorge eine bessere Aufbewahrung, um die Entwertung der Münzen nicht zu gefährden. Die Münzen sollten immer staubfrei und niemals bei hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden.

Die richtige Pflege der Münzen

Bei der Münzpflege kommt es immer darauf an, wie alt sie ist. Historische Sammlermünzen werden nicht nur aufgrund ihres interessanten Aussehens geschätzt. Die Patina, also die durch Alterung entstandene Oberfläche, ist ebenfalls ein Echtheits-Zertifikat. Authentizität kann nicht gewährleistet werden, wenn zum Beispiel eine jahrtausendalte griechische Münze auf Hochglanz poliert ist. Bei modernen Anlagemünzen ist das Gegenteil der Fall. Sie müssen poliert und gut erhalten sein, um einen guten Preis zu erbringen.

Verzichte auf scharfe Reiniger

Bei der Reinigung einer Münze solltest du besonders vorsichtig sein. Verzichte auf scharfe Reiniger und entferne verschmutzte Stellen lieber mit einer milden Seifenlauge oder einer weichen Bürste. Lass die Münzen einfach länger in der Seifenlauge, wenn sie stark verschmutzt sind. Spüle sie anschließend in jedem Fall mit Wasser ab und trockne sie gut ab. Kupfermünzen lassen sich auch mit säurefreiem Olivenöl wunderbar säubern.

Ein Gefühl für den Wert des Geldes entwickeln

Wenn du dich nun näher mit der Numismatik und dem Münzen verkaufen beschäftigen möchtest, ist es wichtig, dass du dich gut auskennst, um rentable Gewinne zu erzielen. Insbesondere bei sehr großen Münzsammlungen aus Nachlässen lohnt es sich, sich mit Fachliteratur oder Auktionen zu beschäftigen. Insbesondere bei Online-Auktionshäusern kannst du ein besseres Gefühl für Angebot und Nachfrage sowie aktuelle Trends entwickeln, doch dazu mehr im nächsten Kapitel.

Münzen verkaufen: Diese 5 Faktoren bestimmen den Wert

Faktor Zeit beim Münzen verkaufen

Das Prinzip beim Münzen verkaufen, ist dasselbe wie beim Verkauf antiquarischer Bücher oder alter Briefmarken. Die Münze ist immer so wertvoll, wie ein anderer dafür bereit ist zu zahlen. Angebot und Nachfrage schwanken permanent, deswegen ist es wichtig, dich auf dem Laufenden zu halten, wenn du Münzen verkaufen willst. Die folgenden Einflussfaktoren helfen dir dabei, den Wert deiner Münze zu ermitteln. Insbesondere als Laie kannst du die folgenden Faktoren als Indizien für einen hohen Wert nutzen – so weißt du direkt, ob es sich lohnt, weiter nachzuforschen.

Der Faktor Zeit

Je mehr Zeit vergeht, umso wertvoller wird die Münze. Das gilt sowohl für das gesamte Alter der Münze als auch für die Zeit, die aktuell vergeht. Ein Geldstück, das vor fünf Jahren 20 Euro wert war, könnte heute das Doppelte einbringen. Raritäten aus alten Zeiten können in den meisten Fällen einen guten Preis einbringen, wenn sie nicht beschädigt sind. In der Sammlung deiner Großeltern finden sich vielleicht alte Münzen aus Kriegszeiten, die dir Chancen auf einen guten Gewinn ermöglichen.

Die Stückzahl

Ein wichtiger Faktor, wenn du deine Münzen verkaufen willst ist die Stückzahl. Je seltener eine Münze ist, umso mehr ist sie wert. Normalerweise findest du Angaben dazu im Internet. Vergleiche die Stückzahlen nicht absolut miteinander, sondern damit, in welcher Region sie im Umlauf war. Eine Stückzahl von 20.000 Münzen in ganz Europa ist eine Seltenheit. Dieselbe Anzahl in Deutschland ist nicht wirklich nennenswert.

Fehlprägungen

Wie auch beim Briefmarken verkaufen gilt für das Münzen verkaufen: Fehlprägungen sind Garanten für einen guten Preis. Beispielsweise vergaß ein Mitarbeiter der staatlichen Prägeanstalt Karlsruhe 1950, als die Bundesrepublik Deutschland schon gegründet worden war, die Schablone auszutauschen und tausende Fehlprägungen von 50-Pfennig-Stücken mit der veralteten Aufschrift “Bank Deutscher Länder” gerieten in Umlauf. Sammler sind bereit für diese besonderen 50-Pfennig-Stücke 400 bis 600 Euro zu bezahlen.

Dasselbe gilt für einige Euro-Münzen. Auf der Seite mit der Wertzahl ist in der Regel eine Europakarte zu sehen. Die EU erweiterte sich 2007 um Rumänien und Bulgarien, somit änderte sich die Europakarte. 2008 sollte auf allen neuen Münzen also die neue Europakarte zu sehen sein, doch nicht alle Prägestätten führten diese Änderung durch. Die Unterschiede sind nicht offensichtlich zu erkennen, doch Sammler zahlen für Münzen ab 2008 mit einer alten Europakarte bis zu 600 Euro.

Thematische Sammlungen

Wenn du eine Münzsammlung findest, kannst du anhand ihrer thematischen Zusammenstellung erkennen, ob sie eher zu einer niedrigeren oder höheren Preiskategorie gehört. Vollständige Münzsammlungen aus einem historischen Zeitalter lassen sich bestens verkaufen. Auch Sondereditionen wie Gedenkmünzen oder Münzen aus einer bestimmten Region finden sicherlich einen Abnehmer. Sogar moderne Sammlungen wie beispielsweise eine Sammlung aller Euro-Münzen der EU-Mitglieder werden gern gekauft.

Die Deutsche Mark: Der Prägestempel bestimmt den Preis

DM-Münzen verkaufen

Die meisten Deutschen haben wohl noch irgendwo ein paar alte D-Mark-Münzen herumliegen oder in Sammelalben gut verpackt. Sage und schreibe 13 Milliarden D-Mark sind laut Bundesbank noch im Umlauf, von denen sich schätzungsweise 7 Milliarden in Sammlerbesitz befinden. Die Deutsche Mark (1948 – 2001) erinnert die Sammler an wirtschaftlich bessere Zeiten und ist auch in neueren Prägungen noch sehr beliebt.

Man kann die D-Mark zwar auch immer noch bei der Bank eintauschen, ihr Materialwert kann den Kurswert allerdings schnell übersteigen, sobald Silber- oder Goldanteile in ihr vorhanden sind. Wir haben einige Beispiele gefunden, die dir auf einen Blick sagen können, ob deine alten D-Mark-Münzen wertvoll sind.

  • Für ein 5-Mark-Stück von 1958 mit Prägestempel F kannst du bis zu 500 Euro bekommen.
  • Für ein 5-Mark-Stück von 1958 mit Prägestempel J kannst du zwischen 800 und 4.000 Euro bekommen, je nachdem wie der Zustand ist.
  • Für ein 2-Mark-Stück mit einem Portrait von Max Planck auf der Vorderseite und dem Prägestempel F auf der Rückseite kannst du bis zu 150 Euro bekommen.
  • Für ein 2-Pfennig-Stück von 1950 mit Prägestempel G bekommst du noch bis zu 70 Euro.
  • Für ein 1-Pfennig Stück von 1948 mit Prägestempel G werden bis zu 50 Euro gezahlt.
  • Sogar für ein 1-Mark-Stück von 1995 mit dem Prägestempel J gibt es – je nach Zustand – noch bis zu 20 Euro.

Münzen verkaufen bei Online-Auktionshäusern

Münzen verkaufen bei Catawiki

Vor allem, wenn du noch keine Erfahrung mit dem Münzen verkaufen hast, lohnt es sich einen Blick in beliebte Online-Auktionshäuser zu werfen. Der zahlenmäßig größte Kundenstamm findet sich auf ebay. Ebay bietet viele Käufer, aber auch viele Konkurrenten. Zudem besteht die Gefahr sich als Laie auf einen Preis einzulassen, der weit unter dem eigentlichen Wert seiner Münzen steht.

Ein etwas anderes Prinzip verfolgt Catawiki. Hier kannst du Münzen, antiquarische Bücher, Briefmarken, alten Schmuck und vieles mehr mit der Hilfe von Experten versteigern. So kannst du dir von vornherein sicher sein, dass deine Münzen auch wirklich etwas wert sind. Das internationale Online-Auktionshaus hat 14 Millionen Besucher im Monat. Sobald du dich für eine der 300 wöchentlichen Auktionen entschieden hast, wird dir nach der Wertermittlung ein Los von den Experten zugeteilt.

Dadurch, dass nur echte Antiquitäten angeboten werden, hat der Kundenstamm bei Catawiki ein höheres Niveau als bei anderen Online-Auktionshäusern. Die verschiedensten Münzen werden hier in Preisklassen von ein paar bis zu mehreren hundert Euro versteigert. Die Registrierung und das Anbieten von Antiquitäten ist kostenlos. Die Vermittlungsgebühr bei einem tatsächlichen Verkauf ergibt sich aus einer Pauschale von 15 Prozent des Verkaufspreises.

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