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Neues von Spritz: Speed Reading jetzt auch in Lese-Apps

Bisher konnte man den Speed-Reading-Dienst Spritz nur in extra Anwendungen und für wenige Formate nutzen. Mit der neuen Android-App Speed Read with Spritz können jetzt Texte verschiedener Formate in den gewohnten Lese-Apps extra schnell gelesen werden – allerdings mit Einschränkungen.

Als wir den Speed-Reading-Dienst Spritz fast genau einem Jahr vorstellten, gab es gerade mal eine erste iOS-App, mit der unter anderem die kostenlosen eBooks aus dem Project Gutenberg “gespritzt” werden konnten. Mittlerweile hat sich einiges getan. Auf der Homepage von Spritz lässt sich eine längere Liste mit Anwendungen für verschiedene Geräte finden. Eine davon ermöglicht jetzt auch das „spritzen“ von eBooks und anderen Texten innerhalb der bereits genutzten Lese-Apps.

Neue Apps bieten neue Möglichkeiten

Die Android-App Speed Read with Spritz gibt es seit Februar für 0,99 US-Dollar (0,86 Euro) bei Google Play. Die App läuft über die Text-to-Speech-Funktion, ist also mit allen Lese-Apps kompatibel, die eine solche Funktion besitzen. Unterstützt werden beispielsweise Google Play Books, Pocket und Moon+. Damit sind aller gängigen Dateiformate wie pfd, epub (auch mit DRM), fb2 und auch die gängigen Office-Formate zum „spritzen“ geeignet. Nach der Installation muss beim Lesen lediglich die Text-to-Speech-Option ausgewählt werden. Anstatt dass der Text vorgelesen wird, erscheint dann die Spritz-Box.

Schneller lesen durch Einzelwortanzeige

In der Spritz-Box wird anstelle des ganzen Textes immer nur ein Wort, beziehungsweise ein Wortfragment angezeigt. Dadurch, dass die normale Augenbewegung entlang des Textes wegfällt, soll ein deutlich schnelleres Lesen möglich werden. Die Geschwindigkeit, in der die Wörter wechseln, konnte ursprünglich zwischen 200 bis 700 Wörtern pro Minute eingestellt werden. In der Speed-Read-App besteht allerdings kein Limit mehr nach oben, wer will oder kann liest bis zu 1000 oder 2000 Wörter pro Minute.

Kindle und iOS außen vor

In Lese-Apps wie Kindle und Oyster, die keine Text-to-Speech-Funktion besitzen, ist Speed Read nicht nutzbar. Auch für iOS-Nutzer gibt es noch keine vergleichbare, umfassende App. Stattdessen stehen einzelne spezialisierte Apps zur Verfügung, unter anderem ein Reader für epub-Dateien, ein anderer zum Lesen von pdf-Dateien und sogar eine extra App zum Schnell-Lesen der Bibel.

Speed-Reading oder nicht – eine persönliche Entscheidung

Im Raum steht allerdings weiterhin die Frage, ob das Lesen von eBooks per Spritz-App überhaupt erstrebenswert ist. Das Blog Ink, Bits and Pixels, der die Speed Read-App bereits testete, weist darauf hin, dass diese Lese-Technik unter Umständen zu Kopfschmerzen führen kann und das schnelle Aufblitzen und Verschwinden der Wörter auch nicht unbedingt dem Textverständnis förderlich ist. Das spricht dafür, dass sich die Spritz-Technologie eher für das schnelle Überblicken kurzer Nachrichten und Meldung eignet, als zum Lesen eines Buches. Letztendlich bleibt es aber jedem Nutzer selbst überlassen, ob eine solche Funktion ihm einen Mehrwert schafft oder nicht.

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Kommentare


Speed Reading mit Handbremse: Kindle-App integriert Word Runner » lesen.net 18. September 2015 um 12:35

[…] auch in den Lese-Apps anderer Anbieter wünschenswert – einige unabhängige Apps unterstützen Speed Reading bereits. Auf eBook Readern stehen die Bildaufbauzeiten der E-Ink-Techniken einer Implementierung noch […]

Antworten

Speed Reading in eBooks mit Farbleitsystem » lesen.net 28. September 2015 um 12:01

[…] inzwischen nicht nur auf einigen Websites Einzug erhalten (temporär auch bei Bild.de), auch in E-Reading-Apps auf Smartphones, Tablets und sogar Smartwatches kann auf diese Weise schnellgelesen werden. Spritz! […]

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