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txtr-App im Test: Mehr wäre mehr

iphone3Mit dem Release von Version 2 seiner iPhone-App ist txtr wenige Tage vor dem Verkaufsstart des txtr Reader ein unerwarteter Coup gelungen. Als erste App überhaupt versteht sich das schlicht „txtr“ betitelte Programm mit Adobes weitverbreitetem DRM-Standard für EPUB- und PDF-Dateien.

Die Tools von B&N („eReader“) und Amazon („Kindle for iPhone„) kommen nur mit ihrem eigenen Kopierschutz klar, reine Leseapps wie Stanza eignen sich lediglich zur Wiedergabe von ungeschützten Dateien. Der Clou: Mit „txtr“ werden nicht nur im txtr Store gekaufte eBooks angezeigt, auch anderswo erworbene EPUB-Dateien lassen sich mit ein paar Klicks auf dem iPhone lesen.

iphone2Über Adobe Digital Editions geladene eBooks müssen dazu einfach aus dem Ordner Eigene Dateien/Digital Editions (PC) bzw. Dokumente/Digital Editions (Mac) in den eigenen txtr Account hochgeladen werden. Innerhalb weniger Minuten sollten die Bücher dann im entsprechenden Ordner innerhalb der txtr App (muss zuvor mit dem txtr Account verknüpft sein) auftauchen und können hier gedownloadet werden.

Sollten die Dateien nicht zeitnah sichtbar sein, lässt sich der Synchronisierungsprozess eventuell durch weitere Aktivität auf txtr.com beschleunigen. Zur einmaligen Verkettung der Adobe-ID mit dem iPhone scheint zudem ein eBook-Kauf im txtr Store (ab 1,25 Euro) nötig, sonst kommt statt der Aktivierungsaufforderung nur eine Fehlermeldung.

Auf diesem Weg lies sich diverse Literatur von Ciando und Libreka auf ein iPhone 3GS (OS 3.1) transferieren. Auf der Strecke blieben die Buchcover, ansonsten gab es keine Probleme bei der Übertragung. Beim Anlesen nervt aber schnell der allzu spartanische Funktionsumfang von „txtr“.

iphone1Der totale Verzicht auf jegliche über „Seite vor“/“Seite zurück“ hinaus gehende Navigationsmöglichkeit innerhalb eines Dokuments degradiert die App funktional zu einem reinen Roman-Leseprogramm. Die 208 Seiten vom strukturell etwas komplexeren „Unsere Nullerjahre“ (gestern gratis im Libreka-Kalender) straight von vorne nach hinten zu lesen, weil sich das durchaus gelungene Inhaltsverzeichnis schlicht nicht bedienen lässt, macht wenig Spaß.

Wurde das eBook auf einem anderen Lesegerät (PC, eBook Reader) zum Beispiel schon bis Seite 150 geschmökert, steht vor dem Weiterlesen auf dem iPhone ein 150-maliges Tappen auf den Touchscreen – eine übergreifende Textstellen-Syncfunktion analog zur Kindle-Plattform gibt es noch nicht (könnte mit dem txtr Reader kommen). Fürs Erste würde aber auch schon eine simple „Springe zu Seite…“ Eingabeoption Abhilfe schaffen.

Auch in ihrer jetzigen Form hat die txtr App sicherlich eine Daseinsberechtigng, schon aufgrund ihrer Einzigartigkeit im Umgang mit DRM-geschützten EPUBs. Umso wichtiger wäre aber eine gelunge Umsetzung, um den Vorteil des im Vergleich zu Amazon offenen Konzepts für die Kundschaft transparent und überhaupt erst real zu machen. In sofern wäre es schön, wenn ein Update nicht wiederum fünf Monate (Zeitraum v1.1-v2.0) auf sich warten lassen würde.

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Kommentare


Marcel 11. Dezember 2009 um 12:07

Konntest du die Schriftgröße in EPUBs ändern? Ich habe jetzt nur ein E-Book aus den txtr Store testen können, aber da ging es nicht.

Neben der Navigation hat die txtr App in Sachen Lesekomfort noch viel Verbesserungspotential. Lesezeichen, Schriftart ändern, Nachteinstellung für den Bildschirm, etc. und natürlich Shopping im Store. Bis zur Qualität von Stanza ist es noch eine weiter Weg.

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Baumi 11. Dezember 2009 um 16:58

Mal ne dumme Frage: Gibt’s einen bestimmten Grund, dass Du die Screenshots nicht mit der im iPhone eingebauten Funktion (Taste oben + Button unten gleichzeitig drücken) gemacht hast?

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Johannes 11. Dezember 2009 um 17:05

@Baumi Ohh…;-) Danke für den Tipp!

Ciao
Johannes (vom iMac)

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Johannes 11. Dezember 2009 um 17:06

@Marcel In die Mitte des Bildschirms tappen, wie’s in der kurz eingeblendeten Anleitung zu sehen ist. Klappte bei mir, gibt vier Zoomstufen.

Ciao
Johannes

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» LINKLOAD vom 12.12.2009 [UPLOAD Blog] 12. Dezember 2009 um 18:38

[…] Die neue “txtr”-iPhone-App versteht zwar viele Formate, bringt aber (noch) nicht alle Fe… […]

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mtravellerh 13. Dezember 2009 um 19:07

Anscheinend kann man keinen TOC (Inhaltsangabe) aufrufen. Bisserl blöd auch, dass man nicht innerhalb der App shoppen kann.

Die CSS-Unterstützung ist aber sehr gut und nicht einmal besonders langsam!

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Keskin,Beyhan 17. August 2010 um 22:34

hallo,ich möchte txtr zum lesen der liedertexte benutzen also auf der bühne als repertuar mappe benutzen.ist das möglich,hat dieses gerät schnelles such möglichkeiten?zumbeispiel mit anfangs buchstaben usw.
vielen dank im vorraus

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