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Tablet Vergleich

iPad Air 2 – 6. Tablet-Generation von Apple

Die besten Tablets im Vergleich

Seit Apple Anfang 2010 mit seinem iPad den Tablet-Boom begründete, arbeiten Dutzende Hersteller am perfekten mobilen Begleiter. Vom handlichen 6-Zoll-Einstiegstablet etwa von Amazon bis hin zum iPad Pro mit seinem gewaltigen 12-Zoll-Panel, das sich auch als Notebook-Ersatz versteht, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle für unterschiedliche Anwendungsszenarien. Fast folgerichtig variieren auch die Preise um mehrere Hundert Prozent. Wir geben im Tablet Vergleich einen Überblick, stellen die wichtigsten Geräte vor und sagen, worauf es beim Tablet-Kauf zu achten gibt.

 

Welches Tablet kaufen?

Johannes Haupt

Die wichtigste Komponente eines Tablets ist ganz klar das Display. Während die generelle Betriebsgeschwindigkeit auch bei günstigen Tablets für Standard-Anwendungen wie Surfen, E-Mails und simple Spiele bei Verzicht auf Multitasking bereits ausreicht, vermiest eine verpixelte und dunkle Darstellung bei Low-Budget-Geräten häufig das Vergnügen. Grundsätzlich gilt: Auch im Jahr 2017 sollte man noch wenigstens 100 Euro in die Hand nehmen, um Freude an der Anzeigequalität und damit letztlich an der Tablet-Nutzung zu haben.

Ob man zu einem Android- oder iOS-Gerät oder sogar zu Windows 10 greift, ist inzwischen vornehmlich eine Geschmacksfrage. Sowohl Apple als auch die großen Android-Hersteller (ASUS, Lenovo, Samsung und so weiter) bauen hervorragende Geräte, in beiden Ökosystemen gibt es mehr als genug Anwendungen für jede Lebenslage. Bei Android-Tablets sollten Interessierte darauf achten, dass mindestens die Version 5.1 vorinstalliert ist. Windows 10 ist kein dediziertes Tablet-Betriebssystem, lässt sich aber sehr gut durch Touch bedienen. Großer Vorteil von Windows-10-Tablets beziehungsweise sogenannten Convertibles ist die vielfältige Nutzbarkeit über eine andockbare Tastatur. Auf der anderen Seite gibt es für Windows viel weniger touchoptimierte Anwendungen als in den App Stores von Apple und Android und das im Vergleich sehr “schwere” Betriebssystem benötigt viel Platz, Prozessorleistung und Akkulaufzeit. 

Einen Sonderfall stellen die Amazon-Geräte dar. Die Fire Tablets bestechen durch ein außerordentlich gutes Preis-Leistungsverhältnis und werden von Amazon mit regelmäßigen Updates des sehr intuitiv bedienbaren Betriebssystem (ein angepasstes Google Android) versorgt. Einige Standard-Apps, vor allem Medien-Apps in Konkurrenz zu Amazon wie eBook-Apps von Tolino, sind allerdings nicht ohne weiteres installierbar. Fire Tablets kann man vor allem dann bedenkenlos kaufen, wenn man sich ohnehin viel im Amazon-Kosmos bewegt (etwa Prime-Mitglied ist) und das Tablet vornehmlich zur Unterhaltung zu nutzen gedenkt.

Dass Amazon im Tablet-Markt aktiv ist, schlägt sich auch auf den Tablet-Kauf nieder. Denn anders als in vielen anderen Bereichen ist das Angebot beim Online-Händler hier sehr lückenhaft; iPads etwa gibt es bei Amazon nur über Drittanbieter und zumeist zu wenig attraktiven Preisen.

Die derzeitigen “Klassenbesten” bei der Anzeigequalität und auch unter dem Strich heißen iPad (2017) und Samsung Galaxy Tab S3. Die aktuelle iPad-Version (399 Euro bei MediaMarkt) ist dabei noch eher ein klassisches Tablet vornehmlich zur Unterhaltung, das Samsung Galaxy Tab S3 (679 Euro bei MediaMarkt) hingegen ein modernes Produktiv-Gerät mit beiliegendem Stylus. Ein empfehlenswertes preiswertes und intuitiv nutzbares Entertainment-Tablet ist das Amazon Fire 7 (69 Euro bei Amazon), bei gleichem Bedarf und Wunsch nach etwas mehr Display-Qualität und -Größe kann bedenkenlos zum Samsung Galaxy Tab A 10.1 (229 Euro bei Amazon) gegriffen werden. Mehr gute Geräte gibt es in unserer Vergleichstabelle unten. 

 

Tablet Vergleich: Größe und Auflösung essentiell

Das wichtigste Auswahlkriterium bei Tablets ist die Displaygröße. Tablets mit 7″ bis 8″ Bildschirmdiagonale sind zumeist deutlich kompakter und leichter als Geräte mit 10″ oder neuerdings sogar 12″ Bildschirmdurchmesser. Kleinere Geräte sind vor allem dann anzuraten, wenn das Tablet häufiger unterwegs genutzt werden soll, etwa zum lesen, surfen und Filme gucken im Pendlerzug. Ist die heimische Couch der primäre Nutzungsort (und ruht das Tablet in sofern ohnehin meist auf dem Schoß des Anwenders), kann bedenkenlos zu einem größeren Gerät gegriffen werden. Größere Tablets sind in der Regel auch etwas leistungsfähiger als Sieben-Zoll-Geräte. Das müssen sie aber auch schon darum sein, um das Mehr an Bildpunkten zu verarbeiten.

Das Schärfste: Samsung Galaxy Tab S3

Die Anzahl der Bildpunkte, sprich die Auflösung, ist der wichtigste Faktor beim Tablet Vergleich. Egal ob lesen, surfen oder Filme gucken – scharfe, helle und kontrastreiche Bildschirme machen einfach mehr Spaß. Das Display ist in der Regel die teuerste Komponente eines Tablets, entsprechend findet man hohe Auflösungen nur ab einer gewissen Preisgrenze.

Bei größeren Bildschirmen muss die Auflösung für die gleiche Anzeigequalität natürlich höher sein als bei Sieben-Zoll-Tablets. Wer etwa regelmäßig eBooks auf seinem Tablet schmökern möchte, sollte eher nicht zu einem Amazon Fire HD 10 greifen, das auf 10,1″ Bildschirmdiagonale nur magere 1280 x 800 Bildpunkte anzeigt. Das Samsung Galaxy Tab A 7″ bringt nahezu die gleiche Zahl von Bildpunkten (1280×720 Pixel) auf sein deutlich kleineres Sieben-Zoll-Display und ist damit sichtbar schärfer. Die hochpreisigen Top-Geräte von Apple und Samsung liegen noch einmal deutlich darüber. In unserem Tablet Vergleich haben wir die relative Displayqualität auf einer Skala von ++ bis — angegeben.

Hardware-Leistung nicht zu unterschätzen

Muss man viele Sekunden auf den Start von Apps warten, trübt das die Freude am Tablet gewaltig, ebenso wie nervige Ruckler beim Surfen. Alle Geräte in unserem Tablet Vergleich verfügen über genug Rechenkraft für einen flüssigen Betrieb, vor allem bei besonders niedrigpreisigen Geräten aus Fernost ist hier aber Vorsicht geboten.

Wie viel Leistung man am Ende des Tages braucht, hängt von den Nutzungsgewohnheiten ab. Wer hauptsächlich eBooks liest, surft, Filme guckt und simple Spiele und Apps nutzt, kann bedenkenlos zu jedem Gerät ab einem Preispunkt von etwa 100 Euro greifen (einige Modelle kosten nur die Hälfte!). Spielt man gerne aufwändige 3D-Spiele oder möchte man auch Full-HD-Filme auf dem Tablet-Display genießen, sollten es schon die Top-Modelle mit Quad-Core-Prozessoren und mindestens 2 Gbyte Arbeitsspeicher sein.

Apps und Plattform: Android hat aufgeholt, Vorsicht bei Amazon

AmazonFire HD 8

Einen Sonderweg geht Amazon, die auf ein angepasstes Android ohne Zugang zum Google Play Store setzen. Statt dessen sind Apps aus dem Amazon App Shop zu beziehen, wo die Auswahl vergleichsweise eingeschränkt ist. Überhaupt ist, wer sich ein Amazon Tablet kauft, beim Medienkauf sehr auf die Kindle-Plattform fixiert. 

Wer ohne viele Medieninhalte aus dem Amazon-Kosmos konsumiert (Amazon MP3, Instant Video, Kindle Store), profitiert von einer einzigartig guten Integration und kann bedenkenlos zugreifen, zumal auch das Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere der “kleineren” Amazon-Tablets exzellent ist. Ein Vorzug der Fire Tablets ist außerdem, dass sie von Amazon auch nach vielen Jahren noch mit Aktualisierungen des Betriebssystems bedacht wären – bei Apple ebenfalls Usus, im Android-Kosmos aber keine Selbstverständlichkeit. Wer hingegen viele verschiedene Apps nutzt, sollte vor dem Tablet-Kauf zumindest einmal im Amazon App Shop vorfühlen, was verfügbar ist und was nicht.

Convertibles und Tablets mit Windows 10 bedeuten Kompromiss

Im Sommer 2015 brachte Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 10 in den Handel, das erstmalig eine wirklich umfassende und tiefgehende Unterstützung von Touch-Eingaben mit sich brachte. In der Folge entwickelten eine Vielzahl von Herstellern Windows-10-Geräte mit berührungsempfindlichen Displays, nicht zuletzt Microsoft selbst (Surface-Pro-Reihe).

Der Vorteil von Tablets und Convertibles (2-in-1-Geräte mit andockbarer oder umklappbarer Tastatur) liegt auf der Hand: Dank des vollwertigen Desktop-Betriebssystems sind der Nutzbarkeit praktisch keine Grenzen gesetzt. Für Normal-Anwender, die nur ein Gerät für gelegentliches Websurfen, Word-Bearbeitung und E-Mails benötigen, kann ein Convertible sowohl den klassischen PC als auch ein Tablet ersetzen. 

Auf der anderen Seite bringt die Multifunktionalität von Windows 10 aber auch Probleme mit sich. So benötigt das Betriebssystem viel mehr Speicherplatz und Rechenkraft als iOS und Android und stellen für einen flüssigen Betrieb entsprechend andere Hardware-Anforderungen. So ist etwa ein Android-Tablet mit 2 Gbyte RAM bereits mehr als ausreichend motorisiert, bei einem Windows-Convertible mit genauso viel Arbeitsspeicher muss bei der Ausführung komplexer Excel-Dokumente hingegen schon etwas Wartezeit mitgebracht werden.

Der Ressourcen-Hunger geht auch auf Kosten der Akkulaufzeit von Windows-Tablets, die in der Regel deutlich unter iPad & Co liegt. Und das Angebot an Produktiv-Anwendungen und Spielen, die mit Touch-Bedienung wirklich Sinn und Spaß machen, ist bei Windows um ein Vielfaches geringer als bei den Mobile-Betriebssystemen von Apple und Microsoft. Reinrassige Tablets haben also auch heute noch ihre Daseinsberechtigung und werden entsprechend immer noch stark nachgefragt.

Tablet Vergleich auf einen Blick

Unsere Vergleichstabelle listet die wichtigsten Tablets mit Angaben zu Größe, Displayqualität, Gewicht, Betriebssystem (OS) und Preis. Angegeben ist der Straßenpreis, also das, was abweichend von der unverbindlichen Preisempfehlung tatsächlich zu bezahlen ist. Ein ein Klick aufs Logo in der Kaufen-Spalte zum Gerät beim Händler. Mit keinem der Tablets macht man etwas falsch, nichts desto trotz haben sie alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile. 

Bei iPads wie auch bei Android-Geräten ist es grundsätzlich immer eine Überlegung wert, das Tablet mit integriertem LTE-Modul und mit einem Datentarif zu kaufen – vor allem natürlich, wenn man das regelmäßig unterwegs zu nutzen gedenkt. Addiert man Einmalzahlung und monatliche Fixkosten über die Vertragslaufzeit zusammen, liegt man häufig fast auf einem Preisniveau mit einem normalen Kauf, ist aber mobil deutlich flexibler. Eine gute erste Anlaufstelle für solche Bundles sind der größte Netzbetreiber o2 sowie der Kölner Service-Provider Sparhandy.

Laufend aktualisiert, zuletzt im Mai 2017

ModellnameGrößeDisplayGew.OSPreis (EUR)Kaufen
iPad Mini 47.9"++299giOS389 EuroMediaMarkt
iPad (2017)9.7"++469giOS399 EuroMediaMarkt
iPad Pro9.7"++437giOS679 EuroMediaMarkt
iPad Pro12.9"++713giOS899 EuroMediaMarkt
Amazon Fire 77"+295gFire OS69 EuroAmazon
Amazon Fire HD 88"+369gFire OS109 EuroAmazon
Amazon Fire 1010,1"0432gFire OS199 EuroAmazon
Lenovo Tab 37"+281gAndroid69 EuroAmazon
Lenovo Tab 310,1"+508gAndroid199 EuroAmazon
Samsung Galaxy Tab A7"+281gAndroid129 EuroAmazon
Samsung Galaxy Tab A10,1"+526gAndroid229 EuroAmazon
Samsung Galaxy Tab S39.7"++429gAndroid679 EuroMediaMarkt
Samsung Galaxy Tab S3 LTE9,7"++376gAndroidab
59 Euro
Sparhandy
Microsoft Surface Pro 412.3"++768gWin 10929 EuroMediaMarkt
Trekstor Surftab Twin11.6"+765gWin 10199 EuroMediaMarkt
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