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Google I/O: Android wird bunter, ausdauernder und billiger

Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O, die aktuell in San Francisco stattfindet, hat Google traditionell eine ganze Reihe Software-Neuerungen im Gepäck gehabt. Im Mittelpunkt steht diesmal die neue Android-Version "L" (steht gerüchteweise für Lollipop), die unter anderem eine völlig neue Designsprache hat. Aber auch unter der Haupe tut sich einiges, wovon gleichermaßen High-End-Technik wie Einsteigerhardware profitiert.

Aufgeräumte Bedienoberfläche

Mit dem im Herbst 2014 veröffentlichten Android L – ob mit der Versionnummer 5 oder 4.5 versehen, ließ Google bei der Vorstellung am gestrigen Mittwoch nicht durchblicken – will Google Hauptrivale Apple und Emporkömmling Microsoft weiter Paroli bieten. Dazu wird deutlich am Design gestraubt, der einstmals eher funktionale (böse Zungen würden "nerdige" sagen) Look wird von knalligen Farben und einer aufgeräumten Kachel-Optik a là Windows (Phone) 8 abgelöst. Auf google.com/design Finden Interessierte Informationen zum neuen Material Design nebst Richtlinien für App-Entwickler. The Verge hat den Wandel der Android-Oberfläche im Laufe der Zeit sehenswert illustriert.

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Funktional gibt es erstmalig eine 64-Bit-Unterstützung, womit mehr als 3 Gbyte RAM angesteuert werden können – sinnig für leistungshungrige Apps. Gleichzeitig wird viel Wert auf Energie-Effizienz gelegt: Mittels "Battery Saver" sollen gezielt Teile des Systems abgeschaltet werden können, Battery Historian zeigt besonders akkufressende Anwendungen auf.

Parallel hat Google eine neue Hardware-Referenz-Plattform namens Android One vorgestellt, sozusagen eine niedrigpreisige Alternative zur Google-Nexus-Serie. Darin sollen leistungsfähige Smartphones für unter 100 US-Dollar realisiert werden, was vor allem auf Entwicklungsländer und Schwellenländer abzielt, wo Google Android schon heute praktisch alternativlos ist.

Die Kollegen von Teleread merken richtigerweise an, mit Android L könnte E-Reading in der zweiten und dritten Welt noch populärer werden. Eine UN-Studie hat gerade erst die Bedeutung von mobilen Endgeräten für die Bildung auf der südlichen Halbkugel unterstrichen.

App-Store-Umsatz mit Luft nach oben

Google arbeitet also an allen Fronten, um Google Android weiter nach vorne zu bringen. App-Entwickler werden das mit Interesse beobachten. Denn der Marktanteil von Android wächst zwar stetig, längst hat Android bei Smartphones und Tablets den Hauptkonkurrenten iOS überrundet. Und auch im Play Store wird zunehmend eingekauft, Apple hat beim App-Umsatz aber nach wie vor deutlich die Nase vorn hat. Das spiegelt sich auch – noch – im Sortiment wider, auch viele Enhanced-E-Book-Apps gibt es nur für die Apple Plattform, weil hier einfach bessere Geschäfte zu machen sind.

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