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180 Tonnen Bücher für Afrika

Bis Weihnachten ist es zwar noch mehr als einen Monat hin (angesichts geschmückter Fußgängerzonen und erstem Schnee mag man es kaum glauben), die ersten Weihnachtsgeschichten werden aber schon jetzt geschrieben. Etwa die von einem Aktivisten, der jahrelang Millionen Bücher ansammelte mit dem vagen Ziel, sie eines Tages in die Hände afrikanischer Kinder zu übergeben – und genau das nun machen kann.

Die US-amerikanische Wohltätigkeitsorganisation International Booksmart Foundation hat es sich zum Ziel gemacht, Bücher dorthin zu bringen, wo Menschen gemeinhin kaum Zugang zu Bildung und Unterhaltung haben. Mit einigem Erfolg: Seit ihrer Gründung im Jahr 1988 hat die Stiftung nach eigenen Angaben bereits mehr als 5 Millionen Bücher nach Afrika verschifft.

Ein Blick ins Lagerhaus der Stiftung offenbart allerdings, dass ihrem Gründer, dem Manager und vor allem in Südafrika engagierten Aktivisten Robert J. Brown, die Arbeit zuletzt über den Kopf gewachsen ist. In den Lagerhallen stapelten sich zuletzt Millionen gespendeter Bücher, deren Distribution nach Afrika allerdings eher ein hehres Ziel als ein konkreter Plan war.

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Davon bekam der Logistikkonzern UPS Wind. Im Rahmen der hauseigenen Kampagne #WishesDelivered entsandte UPS 50 freiwillige Helfer ins Lagerhaus der Stiftung, die das Chaos in Form brachten und die Bücher für den Versand vorbereiteten. Und bei der Vorbereitung bleibt es nicht: Unter Koordination der Stiftung wird UPS in den nächsten drei Jahren mehr als 180 Tonnen Bücher an die Stellen Afrikas schicken, die besonders akuten Bedarf an Bedrucktem haben.

Natürlich handelt es sich hier um eine PR-Aktion nach dem klassischen Schema "Tue Gutes und rede darüber". Was die Kampagne gleichwohl nicht weniger lobens- und bemerkenswert macht – die Investition ist hier definitiv besser aufgehoben als in kostspielige Werbespots. Und die Darreichungsform nebst der Notwendigkeit der Logistik ist wohl alternativlos: So gerne wir eBook Reader oder auch 100-Dollar-Laptops in den Händen von bildungsfernen Menschen sehen würden, so weltfremd mutet diese Vorstellung für die Millionen Menschen in dünn besiedelten Savannenregionen oder auch südafrikanischen Townships an.

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