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McDonald’s veröffentlicht eBooks: Lesefutter im Happy Meal

Ab dem 1. November bietet McDonald’s in den USA monatlich ein eBook zum kostenlosen Download an. Es ist nicht der erste Versuch der Fast Food-Kette sich vom Gewichtsförderer zum Leseförderer zu entwickeln.


Am 1. November ist in den USA der „National Family Literacy Day“ und den hat McDonald’s zum Anlass genommen, seine Buchkampagne zu starten. Ein Jahr lang wird jeden Monat ein kurzes Kinderbuch gratis zum Download auf der Website der Fast Food-Kette angeboten. Die Bücher stammen aus dem Hause Dorling Kindersley, den Anfang macht „The World’s Greatest Cities“ aus der „Amazing World“-Reihe.

Parallel dazu wird es interaktive eBooks geben, die über die McPlay-App gelesen und gespielt werden können – das bleibt allerdings amerikanischen Kindern vorbehalten.

Das Buch zum Burger

thegoatwhoateeverythingVom 1. bis zum 14. November wird es zudem als Beigabe im Happy Meal eines von vier gedruckten Büchern geben. Die Titel wurden speziell für McDonald’s entwickelt und erzählen jeweils die Geschichte eines Tieres, das sein Abenteuer nur deshalb bestehen kann, weil es sich gesund ernährt.
Insgesamt sollen auf diese Weise rund 20 Millionen Bücher in Umlauf gebracht werden. Eine weitere Printbuchkampagne ist bereits für 2015 geplant.

Alle Bücher werden ebenfalls als kostenloser Download verfügbar sein. Die Geschichte der allesfressenden Ziege, „The Goat Who Ate Everything“, wird zudem als interaktives eBook für die McPlay-App aufgemacht.

Kritischer Blick auf deutsche Junior-Tüten

Das einzig Neue an dieser Kampagne sind die eBooks, denn Bücher verteilt die Fast Food-Kette schon seit Jahren zu seinen Chicken Nuggets, und das weltweit.
Hierzulande wurde erstmals im September 2012 in den Fast Food-Läden auch für Lesefutter gesorgt, mit prominenter Unterstützung der Stiftung Lesen. Das stieß einigen sauer auf, nicht zuletzt der Verbraucherorganisation Foodwatch. In einem offenen Brief kritisierte sie, dass es „inakzeptabel [sei], das Ziel der Stiftung Lesen, ‚Deutschland zum Leseland‘ zu machen, mit den Geschäftsinteressen von Unternehmen zu verknüpfen, die mitverantwortlich für die Fehlernährung von Kindern sind und deren Produktangebot sowie Vermarktungspraktiken es Eltern erschweren, ihre Kinder ausgewogen zu ernähren“.
Nichtsdestotrotz wurden die Bücher laut McDonald’s die erfolgreichste Beigabe des Jahres und das Projekt im Mai 2013 fortgesetzt. Im September dieses Jahres gab es dann erstmals Hörbücher im Happy Meal.

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Kommentare


germanisticker 20. Oktober 2013 um 20:20

Der Titel machte ja erst mal Hoffnung – nicht zuletzt in Kombination mit den neuesten „Gutmensch-Kampagnen“ von McDonald’s. Dennoch sollte man ja nicht aus den Augen verlieren, dass es durch die Stories und Apps letztlich um dauerhafte Kundenbindung geht. Löblich wie es also sein mag, dass man sich nicht mehr mit plumpen PR-Maßnahmen begnügt, würde ich ein abschließendes Urteil doch noch von der Form und Qualität der eBooks abhängig machen. So oder so ist es natürlich interessant, dass ein derart großer und omnipräsenter Konzern überhaupt die Notwendigkeit sieht, sich „literarisch“ zu verausgaben. Ich schätze, den ewig kritischen Blick werden sie einige Jahrzehnte nicht loswerden.

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Hakon 22. Oktober 2013 um 17:55

Von der Idee her nicht schlecht. Ein Buch ist allemal besser als das hässliche Plastikspielzeug, das McDonalds sonst an die Kinder verteilt. Dass auch die Kindermenüs ungesund sind, steht außer Zweifel und auch sonst ist es grenzwertig, wie die FastFood-Konzerne unter den Jüngsten auf Kundenfang gehen, aber aus den schon genannten Gründen finde ich die Bücher immer noch besser als den Rest der Werbung.

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McDonald’s: Gratis eBooks jetzt auch auf deutsch » eBook News » lesen.net 13. Januar 2014 um 16:28

[…] zwei Monate ein neues McDonalds-eBook publiziert, hieß es damals. In den USA ist McDonald’s schon seit Oktober mit kostenlosen eBooks ganz nah an der kindlichen […]

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