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Von Johannes

Neofonie Wepad: “Das Tablet für Verlage”?

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wepad_perspektiveAls “deutsches iPad” wird momentan das Wepad der bislang nur als IT-Dienstleister in Erscheinung getretenen Neofonie GmbH in der internationalen Onlinepresse eingeführt. Und tatsächlich ist der schicke Zwölf-Zoller – vorbestellbar ab Mitte April zu einem noch unbekannten Preis – für ähnliche Nutzungsszenarien konzipiert wie das Apple Tablet. Neofonie sieht in seinem Wepad dabei nicht zuletzt ein Lesegerät für Zeitungen und Zeitschriften.

Als “das Tablet für Verlage” wird der Device in einem Infoblatt angepriesen (pdf), welches sich offensichtlich primär an Publisher richtet. In diesem Zusammenhang wird das Wepad als einfach und intuitiv bedienbares All-Ages-Gerät positioniert, über dessen “WeMagazine ePublishing Eco System” der geneigte Leser auf eine Vielzahl digital aufbereiteter Periodika zugreifen kann. Daraus resultierend “erfährt der WePad Nutzer ein völlig neues und einfaches Leseerlebnis mit dem Besten aus der Print- und Online-Welt.”

wepad_frontaleDen Verlagen wird die Partizipation am Projekt mit weitreichenden Trackingfunktionen schmackhaft zu machen versucht: Anders als im Kindle Store oder im iBookstore sollen Publisher beim Wepad den direkten Draht zu ihren Lesern halten können. Zudem bringe das Wepad im Vergleich ein größeres Display mit und erlaube eine dynamische Aktualisierung der kostenpflichtig bereitgestellten Inhalte – Neofonie schwebt also keine statischen 1:1 Kopien von Print-Ausgaben, sondern eher Hybridformate oder auch “geschlossene” Website-Bereiche vor. Wohl nicht ganz zufällig ist ist auf einem Pressefoto ein Widget des Hamburger Abendblatts zu sehen, das vor einigen Wochen Teile ihres Auftritts kostenpflichtig machte (und dafür nicht nur Zustimmung erfuhr).

Zum Abschluss legt Neofonie noch den unvermeidlichen tabellarischen Wepad-iPad-Vergleich vor (unten), der hinsichtlich der Specs tatsächlich recht vorteilhaft für das Berliner Unternehmen ausfällt. Trotzdem werden in Cupertino in diesen Stunden wohl kaum Krisensitzungen abgehalten oder der deutsche Markt angesichts der technologischen Übermacht des Wepad gleich ganz abgeschrieben: Apple hat sich schon immer weniger durch High End Hardware als durch eine einzigartige Usability differenziert. Mit Google Android als Betriebssystem hat Neofonie hier zwar schon einmal einen ordentlichen Grundstock gelegt, trotzdem wird das Wepad seine Anwenderfreundlichkeit erst noch unter Beweis stellen müssen.

wepad-ipad

<via Wepad Facebookseite>

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Zugeordnete Tags: Android • Apple iPad • iBooks • ibookstore • neofonie • Tablet • wepad

Der Artikel "Neofonie Wepad: “Das Tablet für Verlage”?" wurde am 20. März 2010 (Samstag) um 08:57 Uhr von Johannes geschrieben. Johannes Haupt (Xing / Twitter) ist Chefredakteur und Herausgeber von lesen.net.

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