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ASUS DR900 angefasst

dr900_1Viel Aufmerksamkeit bekam ASUS in den letzten 24 Stunden seit der Vorstellung seines 1. eBook Reader mit dem Modellnamen DR900. Am weitläufigen CeBIT-Stand der Taiwaner gibt es durchweg eine große Menschentraube in der „E-Reader Ecke“ mit zwei Produktsamples, internationale Kamerateams geben sich praktisch die Klinke in die Hand. Und tatsächlich sucht der Neun-Zoller momentan seinesgleichen.

Nicht anders als eindrucksvoll ist der Bildschirm vom ASUS DR900 zu nennen. E-Ink Rivale SiPix ist es tatsächlich gelungen, einen präzisen und mit dem Finger bedienbaren Touchscreen zu konstruieren, der nahezu frei von Spiegelungen ist. Wer schon einmal einen Sony Reader Touch Edition oder auch ein Pocketbook 302 (ohne Matt-Folie) in der Hand hatte, kann angesichts der hervorragenden Lesbarkeit des DR900 Displays schnell ins Schwärmen geraten. Einzig die noch etwas lahme Response trübte im Test das Lesevergnügen.

dr900_2Ein Blick aufs Datenblatt tut der Vorfreude auf den ASUS DR900 ebenfalls keinen Abbruch: Mit bis zu 4 Gbyte offeriert der (erweiterbare) interne Speicher viel Platz für eBooks und Musik, die via WLAN (Standard) oder übers Mobilfunknetz (UMTS/HSDPA, optional) auf den eBook Reader kommen. Mit RSS-Feed Abonnements kann man sich über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden halten, ein Web-Browser ist dagegen zumindest momentan noch nicht in Planung.

Das Lesegerät soll im 3. Quartal (Juli-Sep.) in den Handel kommen, so ein ASUS-Sprecher im Gespräch mit lesen.net.  Noch keine Informationen gibt es zum Preispunkt: Der Hersteller verhandelt aktuell mit möglichen Partnern aus Mobilfunk- wie Verlagsbranche, die den Neun-Zoller  subventioniert in ihr Sortiment nehmen könnten.

dr900_3„Stand alone“ wird der DR900 jedenfalls kein Schnäppchen: Nach unseren Informationen liegen die OEM-Preise von SiPix derzeit sogar etwas über denen vom Noch-Monopolisten E-Ink, deren Panels momentan hauptverantwortlich für die immer noch hohen Kosten von dedizierten eBook Readern sind. Unter der Hand erfuhren wir außerdem, SiPix verletzt eine ganze Reihe Patente der E-Ink Corporation – die beiden Displayhersteller werden sich wohl zeitnah vor Gericht wiedersehen.

Mit der gelungenen Einführung von ASUS‘ „Riesen-Reader“ DR900 wächst nun natürlich noch einmal das Interesse am Schwestermodell mit gebräuchlicherer 6″ Bildschirmdiagonale, von dem Mitte Januar Specs kursierten. Kollege Achim (heise online) hat sich dazu von ASUS auf den neusten Stand bringen lassen: Demnach soll der Reader nun DR600 (statt DR570) heißen und gemeinsam mit dem DR900 in den Handel kommen. Die Spezifikationen sind hier aber noch nicht final, weshalb der DR600 auch nicht in Hannover zu sehen ist.

<Fotos von uns, Video von Golem / Danke Achim!>

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Kommentare


ASUS DR900 E-Reader offiziell » eReader » lesen.net 3. März 2010 um 14:57

[…] [Update 03.03.2010] Ein erster Erfahrungsbericht von uns findet sich hier. […]

Antworten

Sven 3. März 2010 um 15:06

Schaut echt super aus. Meine Euphorie trübt leider ein Punkt ganz gewaltig an Samsung Produkten.

Sie setzen voll auf Nano-Beschichtungen mit Silberpartikeln (bereits auf Samsung Handys und Notebooks / Netbooks). Da ich den Nutzen (beworben wird vor allem die antibakterielle Wirkung) nicht ganz sehen kann, halte ich dies für ein unnötiges Risiko, da es triftige Verdachtsmomente gibt, dass diese Technologie ein hohes Gefahrenpotential hat. Leider reagiert hier der Staat wieder einmal äußerst träge auf Forderungen zumindest eine Ausweispflicht für die Hersteller zu erlassen oder weitere Studien in Auftrag zu geben. Aber das kennt man ja bereits von Asbest (Asbest artige Wirkung wird übrigens von diesen Partikeln auch vermutet, da sie Fasern mit entsprechenden Abmessungen bilden können)

Wen dazu näheres interessiert, empfehle ich als fundierte Quelle dieses publizierte Review, welches aktuelle Studien zusammen fasst:

1. Aust W, Daum N, Bloching M, Armbrüster V, Jung E, Sprau C, u. a. Risk of nanoparticles?. Laryngorhinootologie [Internet]. 2009 März [zitiert 2010 Jan 8];88(3):162-166. Available from: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19247893

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Johannes 3. März 2010 um 15:11

@Sven Spannend, aber: Hier geht es um ASUS, nicht Samsung.

Ciao
Johannes

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Sven 3. März 2010 um 15:22

*g* ich Idiot! Am besten löscht den Beitrag… habe ich total verbimmelt.

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Johannes 3. März 2010 um 15:28

Kein Ding, wie gesagt -> spannend. Kannst das morgen 1:1 nochmal posten, dann geht’s hier um Samsung bzw. deren Reader.

Ciao
Johannes

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Sven 3. März 2010 um 16:52

Passt ;-) Machnwa so. Bin schon gespannt auf die Infos zum Samsung und dann war ja mein Geschwafel auch nicht ganz für die Katz.

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B N 3. März 2010 um 17:45

Hi Johannes,
weisst Du, wie bruchsicher das Display ist? Hatte mit meinem pocketbook 360 ganz schoen pech, das display hab ich schon zwei mal zerbrochen.
Ist das ein plastik- oder sonstwie biegsamer Bildschirm a la Skiff? Bei der Groesse wird das sonst ganz schoen zerbrechlich…

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Sven 3. März 2010 um 19:00

*g* zumindest ist er zu groß, als dass ihn in der Gesäßtasche vergessen könntest wenn dich niedersetzt *grins* Somit ist das Display schon potentiell sicherer.

Nein im Ernst: Wie hast die denn zerbrochen? Interessiert mich, dass mir nicht auch sowas passiert.

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Microm 3. März 2010 um 22:19

Ich war heute ebenfalls am Asus Stand und konnte den Reader in die Hand nehmen.

Hier meine Info’s dazu:

Erstmal war ich überrascht, das es den auch in weiß gibt, was ich viel schöner finde. Dann habe ich mir des Display mal mit meinem mitgebrachten Vergrößerungsglas angesehen: hochweißer Hintergrund, tiefschwarze Schrift und ein feines schwarzes Wabenmuster auf dem Bildschirm.

Als nächstes habe ich mit einem Mitarbeiter von Asus gesprochen, der meinte der Reader käme gewiss nicht vor September heraus. Das hat mich erstmal geschockt. Meine Nachfrage ob der Reader denn PDF Zoom beherrsche musste er verneinen, es wäre aber möglich das diese Funktion noch integriert werden wird.

Für mich persönlich war damit die einzige Alternative zum Boox 60 gestorben.

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B N 4. März 2010 um 00:01

Ich habe ihn in den seitentaschen meiner Hose getragen, mit dem Plastikdeckel.
Ich erinnere mich nicht, mich aktiv daraufgesetzt zu haben.
Das andere mal ist er mit dem Ledercover kaputtgegangen, aber da habe ich eine bessere Idee, was passiert ist: ich glaube, ich habe einen Buch-Schweren Rucksack darauf druecken lassen (ich hab das Pocketbook in einer Umhaengetasche unter dem Rucksack gehabt). Merke: vermischen nicht analoge und digitale Literatur ;-))

Ist das Display von dem Asus flexibel?
September ist natuerlich mist. Wenn sie bis dahin kein pdf zoom draufhaben, ist die Sache ohnehin gestorben. Aber bis dahin haben die garantiert alle zoom und annotation (und wers nicht hat, selbst schuld, es wird genug reader mit diesen features geben).

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Sven 4. März 2010 um 07:44

Wenn er erst September raus kommt, ist das Pocketbook 802 mit 8 Zoll dann vermutlich auch nicht mehr in weiter Ferne:

http://www.mobileread.com/forums/showpost.php?p=683186&postcount=17

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CeBIT Nachlese: PB, Aiptek, Gigabyte, Onyx… » Topnews » lesen.net 7. März 2010 um 20:09

[…] Buzz gab es beispielsweise um den in Hannover offiziell gemachten ASUS DR900 – und das, obwohl das Lesegerät kaum vor Herbst zu erwarten ist und der Verkaufspreis noch […]

Antworten

Reader-Studie: “Lesen allein genügt nicht” » Topnews » lesen.net 24. März 2010 um 13:12

[…] an eBook-Stores reduzieren das erforderliche technische KnowHow für den Konsumenten, neue E-Paper Hersteller drücken die […]

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[Update] ASUS Eee Reader DR900: Lebenszeichen » eReader » lesen.net 1. Dezember 2010 um 15:16

[…] berührungsempfindliches, aber trotzdem nicht spiegelndes 9″ SiPix-Display und machte auf uns im Kurztest einen schon erstaunlich reifen Eindruck. Doch seitdem herrscht weitgehend Funkstille um den […]

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5 historische E-Reading-Irrtümer » lesen.net 5. Mai 2015 um 18:01

[…] der etwas auf sich hielt, ein dediziertes Lesegerät im Programm – von Acer über ASUS bis hin zu Samsung, die ihren Handelspartnern sogar gleich eine ganze Produktfamilie […]

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